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Gibt es nach der mathemat. Wahrscheinlichkeit außerirdische Kulturen?

Meine Überlegung:

Unbedingt! Denn bei ca. 700 - 1000 Trillionen erdenähnlicher und nicht erdenähnlicher Planeten kann das nicht anders sein.

Die Frage kann also nicht lauten ob es sie gibt, sondern wieviele in etwa.

von

2 Antworten

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Diese Frage auf die simple Existenz erdähnlicher Planeten zurückzuführen ist gewagt. Die menschliche Kultur dauert im Vergleich zum Alter des Universums gerade einen Bruchteil einer Sekunde an (und das wird so bleiben). Die Wahrscheinlichkeit, dass in diesem Bruchteil einer Sekunde Ähnliches wie auf unserem Planeten abläuft, ist doch eher sehr gering... :-)

von

Gewagt ist es schon.

Wenn man allerdings eher davon ausgeht, dass es unwahrscheinlich ist, dann ist diese Behauptung mindestens genauso gewagt.

Vielleicht hilft ein wenig,die Vorstellung, was 700 Trillionen bedeuten könnte:

Man nehme 2 kugelförmige hohle Behälter jeweils vom Volumen etwa unserer Erde. Diese Behälter fülle man mit Wüstensand.

Wenn beide Behälter bis zum Rand gefüllt sind, befinden sich in ihnen ganz grob geschätzt diese o.g. 700 Trillionen Sandkörner.

Und jedes einzelne Sandkorn repräsentiert ein Planet!

Selbst wenn nur auf jedem milliardsten Planeten (intelligentes) Leben entstanden ist, wie oft wäre das?

Ich halte dennoch die Zeit und die Komplexität der Vorgänge, die zur Entstehung von intelligentem Leben und Kultur nötig sind, dagegen. Das Kultur- und Intelligenzmerkmal ist die Sprache. Menschen haben seit ca. 35000 Jahren eine diversifizierte Sprache. Verglichen mit dem Alter des Universums, ist das nur etwas mehr als eine Minute. Wie wahrscheinlich ist es nun, dass genau in der selben Minute ähnliche hochkomplexe Vorgänge zufallsgesteuert irgendwo anders ablaufen? Ich denke nicht sehr hoch. Leben ist im universum ein rares Gut.

Hat nicht jedes Leben Bewußtsein?

Über unseren Köpfen wimmelt es von Bewußtsein.

Wieviel mm^3 hat ein Wüstensandkorn? Und wieviel mm^3 in etwa unsere Erde?

Na, ja - etwas vorbeigeschätzt.

Warum uns bisher Außerirdische noch nicht kontaktiert haben, hat vielleicht nur einen einzigen logischen Grund:

Es würde auf unsrer Erde eine weltweite Panik auslösen.

Ich denke eher, die haben ähnlich große Probleme mit der Bewältigung großer Distanzen wie wir.

Reisen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit ist für "normale" Lebensformen wohl nicht möglich.


vgl:

http://de.wikipedia.org/wiki/Von-Neumann-Sonde

Warum reisen?

Signale, Signale!

Die sind doch auf Dauer langweilig, oder ? Persönlich begegnen möchte man doch solchen Typen. :)))

Es ist besser an etwas zu glauben oder zumindest für möglich zu halten.

Wenn jemand das Gegenteil beweist, kein Problem.

Umgekehrt ist es leider oft nicht so.

Hawking macht kein gutes  Geschäft, wenn er z. B. an Gott nicht glaubt

Hawking macht kein gutes  Geschäft, wenn er z. B. an Gott nicht glaubt


Inwiefern ? Kommt er deswegen in die Hölle ? Seine Bücher scheinen zumindest  ein gutes Geschäft zu sein. :))

Wissenschaftler, Mathematiker & Logiker kennen keine Langeweile. Oder ?

Nein, er kommt deswegen natürlich nicht in die Hölle (Es gibt außerdem keine, denn  das wäre absolut unlogisch). Er  wäre halt nur etwas voreilig in seiner Meinung gewesen. Kann ärgerlich sein.

Dass Hawking auf Gott ncicht gut zu sprechen ist, ist kein Wunder angesichts seines grausamen Schicksals.

Das hat damit überhaupt nichts zu tun.

Hawking glaubt aus rein wissenschaftlichen  Überlegungen nicht an einen Gott.

Wer weiß. was unterbewusst bei ihm so abläuft. Vllt. plagt auch ihn das Theodizee-Problem. von dem er selber stark betroffen ist. Was ist sein wissenschaftliches Hauptargument gegen Gott ? Die Wissenschaft ist sich doch einig, dass man Gott weder beweisen noch widerlegen kann. Oder irre ich mich da ?

Das wäre schon mal ein Fortschritt, wenn sich die Wissenschaft wenigstens in einer Frage einig ist.

Jemand kann 1000- mal etwas beweisen. Und plötzlich kommt ein anderer daher  und beweist das Gegenteil.

Hawking  schließt offenbar einen Schöpfer  nicht ganz aus. Doch habe er keinen Einfluß  auf   die Entwicklung  und den Naturgesetzen dieser  Welt (s. auch Quantentheorie ).

Drake-Gleichung hin, Drake-Gleichung her: Wir können  nicht die einzigste Zivilisation im Kosmos sein.

Das Problem ist, dass wir uns nicht einen Bruchteil von dem Ausmaß vorstellen können.

Was heißt Problem?! Gottseidank können wir das nicht! Wer es dennoch kann bzw. versucht, dreht durch. Jeder!

Garantiert!

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Hallo Gast ia181,

leider bin ich mit meiner Antwort wieder viel zu spät...

Deine Frage nach der Existenz von Außerirdischen (besser vielleicht von außerirdischem Leben) öffnet sogleich ein Fass ohne Boden. Allein das beobachtbare Universum enthält einige 1020  Sterne, wobei wir trotz hochgezüchteter Technik noch nicht einmal unseren (nach der Sonne) nächsten Stern Alpha-Centauri erreichen können. Für astronomische Verhältnisse bedeutet seine Entfernung von ca. 4 Lichtjahren einen Wimpernschlag, für uns Erdlinge scheint eine solche Distanz bereits unüberwindbar. Gleichzeitig fällt es selbst heute noch der Wissenschaft schwer, überhaupt eine Definition von  Leben zu erstellen. Klar könnte man als zentrales Kriterium benennen, dass alle Organismen aus komplizierten Eiweißmolekülen zusammengesetzt sind,  Kohlenstoff als das bindungsfähigste, wichtigste und häufigste Element (nach N, O und H) im Innern von Sternen erbrütet wird und schließlich bei einem Supernova-Tod ins Weltall hinausgeschleudert wird, aber ob das reicht? Weiter könnte man nun wild über die Voraussetzungen spekulieren, die ein Planet mitbringen müsste, um als potenzieller Kandidat für Leben in Frage zu kommen. Beispielsweise bräuchte er eine geeignete Entfernung von seiner Sonne, eine ausreichende Lichtmenge, eine "atembare" Atmosphäre (was wiederum eine bestimmte Masse voraussetzt), eine bestimmte Rotationsgeschwindigkeit, eine nicht zu elliptische Bahn und so weiter und so fort.

Aber...sind das nicht alles sehr naturwissenschaftliche, verkopfte Gedanken, die von einem irdischen Chauvinismus zeugen? Als ob das Universum nicht viel mehr wäre als das, was Naturwissenschaftler darüber herausfinden können. Wer sagt uns denn beispielsweise, dass Leben anderer Körper zwingend auf der Grundlage von Kohlenstoff aufgebaut sein muss?

Mittlerweile sucht man im Universum vermehrt nach Ozon-Linien, also nach biochemischen Vorgängen, die ein Anzeichen für Leben sein könnten. Ich empfinde das als grotesk, schaffen wir es doch noch nicht einmal auf der Erde, für unsere eigene Ozonschicht Sorge und Verantwortung zu übernehmen. Erst dann, wenn wir einen gesunden Umgang mit unserem eigenen Planeten erlernt haben, für Frieden sorgen und die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren können, erst dann sollten wir uns, wenn überhaupt, auf die Suche nach außerirdischem Leben begeben.

Viele Grüße

Sophie


Zur Drake-Gleichung: Sie sieht wissenschaftlich aus,  beruht aber primär auf Schätzungen und Annahmen. Dazu kommt, dass sie sich lediglich auf Balkengalaxien bezieht, also alle elliptischen und irregulären Galaxien vernachlässigt, von den Spindelgalaxien ganz zu schweigen.

von 5,1 k

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